Einsatzbericht zum Einsatz Nr. 047 am 01.07.2011 FEU/FEU12

Einsatzbericht zum Einsatz Nr. 047 am 01.07.2011 – FEU/FEU12

Am frühen Morgen des 01.Juli 2011 wurde zunächst die Freiwillige Feuerwehr Ellerbek/SH zu einer brennenden Lagerhalle gerufen. Im Verlaufe des Einsatzes breitete sich das Feuer auf die benachbarten Hallen aus. Gegen 03:30 Uhr erfolgte eine Kräfteanforderung an die Feuerwehr Hamburg, sodass neben dem UDI 32 und dem BDI 10/1 auch der Zug 15 und die FF Schnelsen zur Brandbekämpfung alarmiert wurden. Aufgrund der erheblichen Brandlast entwickelte sich eine enorme Rauchsäule, die weit bis nach Hamburg zu sehen war. Es wurde vermutet, dass neben Holzprodukten auch Kunststofferzeugnisse verbrennen würden. Die dabei entstehende Rauchsäule bewegte sich in 2 Schichten über das Hamburger Stadtgebiet aus west- südwestlicher Richtung, schwerpunktmäßig über die Stadtteile Schnelsen, Niendorf und Langenhorn, hinweg und sorgte für eine Vielzahl von Anrufen besorgter Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere in Häuserschluchten und in Senken sammelte sich Rauch, was zu einer erheblichen Geruchsbelästigung und Sichtbehinderungen führte. Anwohner wurden daher aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen und Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Da weder das Ausmaß noch die Bestandteile der Rauchwolke genau bekannt waren, wurden um 04.14 Uhr neben dem Spür- und Messfahrzeug der TuUW 32 auch die FF Stellingen sowie die FF Lohbrügge und die FF Bergedorf unter dem Stichwort „FEU 7. Alarm“ alarmiert, um mithilfe der im letzten Jahr geupdateten Spür- und Messkomponenten Rauchgasmessungen im Hamburger Nordwesten vorzunehmen. Diese Komponenten stehen den Wehren in Form eines CBRN/ ABC- Erkundungskraftwagen zur Verfügung. Der auch „Erkunder“ genannte Transporter ist unter Anderem dafür konzipiert, während der Fahrt Schadstoffe mithilfe von Messgeräten hinsichtlich Konzentration und Ausdehnung aufzuspüren und zu messen.

Nach kurzer Rüstzeit erreichte die FF Stellingen das Gebiet. Im Rahmen einer rund zweistündigen Messfahrt durch die betroffenen Stadtteile in guter Zusammenarbeit mit der Messleitstelle und dem U-Dienst 32 konnte keine nennenswerte Konzentration von Schadstoffen in der Luft festgestellt werden. Nach gut 40 Kilometern wurde daher durch die Messleitstelle „Abspannen“ gegeben und die in den Messeinsatz eingebundenen Kräfte rückten ein. Mittlerweile wurde die Schadensart durch die Leitstelle Pinneberg von FEU 7 kontinuierlich auf FEU 12 erhöht und durch die Hamburger Kräfte die Wasserversorgungskomponente der FF Francop nachalarmiert.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass nichts lehrreicher ist, als ein realer Einsatz. Das bislang in Schulungen und Übungen erlernte Wissen konnte praxisorientiert zur Gefahrenabwehr eingesetzt werden. Erfahrungen aus dem Einsatz werden nun in die weitere interne Ausbildung einfließen.

 

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Text: S.Prestin